Imperia, die Hübschnerin

Imperia? ’ne Hübschnerin? Wer soll denn das sein?, fragen Sie sich sicher und das mit Recht. Viel zu unbekannt ist die neun Meter große Skulptur im Hafen von Konstanz. Dass unter ihren Füßen eine Pegelmessstation eingebaut ist und sie somit immer weiß, wie hoch ihr das Wasser steht, ist weniger wichtig. Wichtiger ist da schon der satirische Bezug auf das Konzil von Konstanz im Jahr … na? … weiß keiner? … schau ich halt nach … 1414 – 1418. Der deutsche König und spätere Kaiser Sigismund lud über 600 Kleriker ein, um die Päpste – es gab zu dieser Zeit 3 an der Zahl – abzusetzen. Nach der 4jährigen Sitzung gab es dann einen neuen Papst – Martin V. Sie werden fragen, was das mit einer Hübschnerin zu tun hat. Auch noch mit einer, die Imperia heißt …

Honoré de Balzac erzählt 1837 von der Kurtisane des Konstanzer Konzils in La Belle Impéria. Ich selbst habe neulich mit ihr gesprochen. Zum Interview gelangen Sie durch einen Klick auf das Dekolleté der Dame.

Imperia, die Hübschnerin
Imperia, die Hübschnerin